Was bedeutet „Arbeiten auf Honorarbasis“?

Jemand der bei, zum Beispiel, einer Firma angestellt ist, erhält für seine Arbeitsleistung beziehungsweise für seine Arbeitszeit einen bestimmten Lohn. Dieses Gehalt ist bei freiberuflichen Arbeitern nicht fest und wird bei ihnen als Honorar bezeichnet.

Zu den Freiberuflern beziehungsweise den Selbstständigen zählen unteranderem Anwälte und Steuerberater. Wie alle Freiberuflichen müssen auch sie ihre Steuern selbstständig an der zuständigen Stelle anmelden und bezahlen. Normalerweise gibt es anstelle eines Arbeitsvertrags bei Selbstständigen einen Honorarvertrag, welcher die rechtliche Grundlage zwischen dem selbstständigen Arbeiter und dem Auftraggeber regelt.

Woher kommt der Begriff „Honorar“

Das Wort „Honorar“ leitet sich von dem lateinischen Wort „honorarium“ ab, welches sich als „Ehrengeschenk“ ins Deutsche übersetzt. Im alten Rom wurden Rechtsberater damals nicht mit einem Lohn bezahlt, da diese Arbeit von den Menschen in höheren Rängen betrieben wurde. Diese sahen es als niederwertend an, mit einem Lohn bezahlt zu werden, so wie es in der Arbeiterschicht üblich war. Anstelle eines Lohns gewannen sie eine Steigung ihres sozialen Rangs und ihrer sozialen Geltung. Dadurch hatten sie eine erfolgreichere politische Laufbahn. Zu der Steigerung ihres Rangs war es üblich, dass sie ein kleines Geschenk, eine sogenannte Ehrengabe, bekamen. Mit der Zeit wurde dieses Ehrengeschenk als verpflichtend angesehen und konnte vor dem römischen Gericht eingeklagt werden.

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