Was bedeutet „altmeisterlich“? – Aufklärung

Bei dem Wort handelt es sich um ein Adjektiv, welches häufig im Rahmen der Kunstanalyse genutzt wird. Dieses Wort ist im heutigen Sprachgebrauch nahezu ausgestorben und ist auch nicht mehr im deutschen Duden zu finden.

Der Begriff wird oftmals in folgendem Zusammenhang verwendet: „altmeisterlicher Stil“.
In der malerischen Kunst bedeutet es, dass man das Kunstwerk in einem Malstil von den frühen bis späten Mittelalter erschaffen hat. Das Wort lässt sich zusammensetzen aus „alt“ und „Meister“. Es bedeutet also, dass man sich an den Stilen der alten Meister, zwischen des 13ten bis 18ten Jahrhundert orientiert hat. Dementsprechend ist ein altmeisterlicher Künstler jemand, der sich an den Stilen der Künstler der jeweiligen Zeit richtet oder sie ganz übernimmt.

Bei den damaligen Kunstwerken handelte es sich um meist religiöse, bei späteren Altmeistern um eine Anlehnungen an weltliche, und gegenständliche Motive. In dem Malstil wurden Farben oftmals verfremdet und Gegenstände verformt.

Nicht nur auf malerische Stile verwendet

Nicht nur auf die Bilder an sich wird dabei Bezug genommen. Auch die Lasurtechnik oder beim Zeichnen mit Öl findet man oft altmeisterliche Techniken wieder, die heute entweder noch aktiv verwendet werden oder immer wieder neu aufleben. Dadurch gerät auch nichts in Vergessenheit und hat auch noch heute einen wichtigen Wert in der
Kunst.

Auf eine noch lebende Person gebrandmarkt heißt es, dass diese in dem bereits bekannten und verinnerlichten Stil etwas geschaffen beziehungsweise entworfen hat.
Da dieses Wort nicht mehr im Duden selbst hinterlegt ist, gibt es keine zugesicherten Synonyme dafür. Man kann stattdessen aber sagen: „nach alter Schule“ oder „traditionell“.

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