Abitur oder Wirtschaftsabitur – wo ist der Unterschied?

Ein Abitur kann an jedem Gymnasium erworben werden. Dieses wird meistens durchgehend ab der 5. Klasse besucht. In der 11. Und 12., bzw. in einigen Bundesländern auch der 13. Klasse, werden Leistungs- und Nebenkurse gewählt. Diese müssen aus dem Standardangebot der Gymnasien ausgesucht werden. Es gibt einige Gymnasien, die über eine bestimmte Fachrichtung verfügen. Dazu gehören zum Beispiel Naturwissenschaften, Sprachen, Musik oder Sport. Selten wird von Gymnasien auch die Vertiefungsrichtung Wirtschaft angeboten.

Ein Wirtschaftsabitur kann an einer Fachoberschule erworben werden. Das sind weiterführende Schulen, die nur eine Oberstufe anbieten. Sie eignet sich vor allem für Schüler, die nach dem Realschulabschluss oder nach einer abgeschlossenen Ausbildung das Abitur nachholen möchten. Ebenso kann eine Fachoberschule natürlich auch von jedem Gymnasialschüler besucht werden, der sich nach der 10. Klasse dazu entschließt, sich auf Wirtschaft zu spezialisieren.

An Schulen mit wirtschaftlicher Ausprägung werden zu den gängigen Fächern wie Mathematik, Deutsch, Geschichte, Physik und Biologie vor allem wirtschaftliche Fächer angeboten. Dazu gehören Marketing, Rechnungswesen, Controlling, BWL und VWL.
Ein Wirtschaftsabitur ist vor allem dann sinnvoll, wenn für den Schüler bereits feststeht, dass er später gern in der Wirtschaft arbeiten möchte oder ein Studium mit einem wirtschaftlichen Schwerpunkt belegen möchte.

Studienanfänger, die sich bereits in der Schule mit wirtschaftlichen Themen auseinandergesetzt haben, finden häufig einen leichteren Einstieg in den ersten Semestern im Vergleich zu ihren Kommilitonen. An einigen Universitäten oder Fachhochschulen ist es sogar möglich, sich bereits belegte Fächer anerkennen zu lassen und somit sogar ein ganzes Semester zu sparen. Das Studium kann demzufolge schneller abgeschlossen werden.

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